Schwangerschaftscholestase

Schwangerschaftscholestase

Die Schwangerschaft und die anstehende Geburt kann eine sehr schöne Phase sein. Doch die Vorfreude kann getrübt sein. Denn während einer Schwangerschaft kann es zu einer Vielzahl an Erkrankungen bei der Mutter kommen. Eine der möglichen Erkrankungen ist die intrahepatische Schwangerschaftscholestase, kurz auch ISC genannt. Eine intrahepatische Schwangerschaftscholestase kommt selten vor, bei einer solchen Erkrankung ist die Leber der Mutter getroffen. Bei den Symptomen macht sich diese Erkrankung vor allem durch einen sehr intensiven Juckreiz bemerkbar.

Ursachen für eine Schwangerschaftscholestase weitgehend unbekannt

Natürlich werden sich jetzt einige Leser fragen, wie es  zu einer solchen Erkrankung während der Schwangerschaft kommen kann? In diesem Zusammenhang muss man wissen, eine intrahepatische Schwangerschaftscholestase ist noch nicht gänzlich erforscht. Das macht auch die Leitlinie bei der Behandlung etwas schwierig. Was bekannt ist, ist was während einer Schwangerschaftscholestase passiert. Hierbei kommt es nämlich zu einer Störung. Die Cholestase wird zusammen mit der Gallenflüssigkeit produziert. Sie hat hierbei die Aufgabe, die aufgenommenen Lebensmittel zu spalten und zu verdauen.

Bei einer Schwangerschaftscholestase ist der Fluss der Galle in den Darm behindert. Durch diesen Umstand kommt es zu Steigerungen der Blutwerte, so zum Beispiel bei der Gallensäure. Wie es dazu kommt, gibt es verschiedene Vermutungen. Die erste ist eine Störung im Zusammenhang mit den Hormonen, vor allem dem Östrogen. Aber auch die Ernährung kann dafür verantwortlich sein. Wobei die Erkrankung auch durch die Gene bedingt sein kann. Denn es kann zu einer Häufung der Erkrankung bei Frauen während der Schwangerschaft vorkommen, wenn solche Fälle in der Familie vorgekommen sind.

Symptome bei einer Schwangerschaftscholestase

Hinsichtlich der Symptome wurde schon erwähnt, die Schwangerschaftscholestase macht sich vor allem durch Juckreiz bemerkbar. In diesem Zusammenhang muss man wissen, die Erkrankung erscheint vor allem im letzten Drittel einer Schwangerschaft. Zudem macht sich der Juckreiz nicht am ganzen Körper bemerkbar, sondern vor allem an Hand- und Fußsohlen bemerkbar. In Einzelfällen kann es auch zu weiteren Symptome kommen, wie einer Gelbsucht und einem Unwohlsein. Dadurch kann es auch zu Beeinträchtigungen bei der Verdauung kommen.

Zudem kann es auch zu einer Störung bei der Blutgerinnung kommen. Hierbei blutet man länger, als üblich. Mittels der Gabe von Vitamin K kann man dieses Symptom leicht behandeln. Ob diese Erkrankung vor liegt, kann man anhand einer Blutuntersuchung und der sich ergebenen Laborwerte leicht erkennen. Denn die Blutwerte sind dann entsprechend gering. Im Anschluss sind weitere Untersuchungen notwendig, so zum Beispiel einer Ultraschalluntersuchung. Hierbei gilt es auszuschließen, ob zum Beispiel Gallensteine ursächlich sind.

Gefahr für Baby? Laborwerte müssen überwacht werden

Natürlich stellt sich im Zusammenhang mit dieser Erkrankung immer auch die Frage, wie wird sie behandelt und besteht eine Gefahr für das Baby? Die Behandlung beschränkt sich bei einer Schwangerschaftscholestase vor allem auf die Symptome. Eine direkte Gefahr für das Baby besteht in der Regel nicht. Durch den Juckreiz kann es aber zu einem Stress für das Baby kommen. Dieses kann sich dann durchaus auf die Entwicklung vom Baby auswirken. Dadurch kann aber auch die Gefahr für das Baby durchaus bestehen, dass es zu einer früheren Geburt kommen kann. Wobei hierbei in der Regel keine große Gefahr von einer Totgeburt oder dergleichen besteht. Vorausgesetzt es kommt zu keinen Beeinträchtigungen, die unbehandelt zu einer Totgeburt führen kann.

Um die Risiken wie eine Totgeburt oder anderen Gefahren für das Baby zu minimieren, gehört zur Leitlinie bei einer Schwangerschaftscholestase die enge Überwachung. Neben der regelmäßige Abnahme von Blut und die Überwachung der Laborwerte und Blutwerte gehören genauso zur Leitlinie, wie zum Beispiel die Überwachung der Herztöne beim Baby. Auch wird das Wachstum vom Baby eine größere Aufmerksamkeit geschenkt, damit es hier nicht zu Beeinträchtigungen kommt. Kommt es zu Beeinträchtigungen wie bei den Laborwerten, kann es im schlimmsten Fall erforderlich sein, dass es zu einer Einleitung der Geburt kommt. Durch die Einleitung der Geburt, möchte man den Stress für das Baby, aber auch für die Mutter beenden. Natürlich ist eine Einleitung durchaus auch mit Risiken verbunden.

Die Schwangerschaftscholestase verschwindet wieder von selbst

Je nachdem wie stark der Juckreiz bei der Mutter ist, kann im Rahmen der Behandlung dieser durch Antihistamin-Tabletten gemindert werden. Gemildert werden kann der Juckreiz aber auch durch eine Umstellung der Ernährung. Eine grundsätzliche Heilung der Schwangerschaftscholestase ist nicht möglich. In der Regel verschwindet die Erkrankung mit ihren Symptome ohne weitere Behandlung mit der Geburt. Wie bereits aber schon erwähnt, kann es in einer Familie zu einer Häufung der Erkrankung bei Schwangerschaften kommen. Gerade wenn man wieder mit dem Gedanken einer Schwangerschaft spielt, muss man auch wieder mit der Erkrankung rechnen.

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