Baby wacht schreiend auf

Baby wacht schreiend auf

Die aufregende Zeit von Schwangerschaft und Geburt ist vorbei. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Umstellung des Tagesablaufs sind behoben. Das Baby ist gesund und „pflegeleicht“ und die Eltern sind glücklich und zufrieden mit dem Leben zu Dritt. Plötzlich verändern sich die Bedingungen. Das Baby wacht schreiend auf und lässt sich nicht beruhigen. Hysterisch weinend aus dem Mittagsschlaf, abends und in der Nacht zum Teil alle 30 Minuten. Tagsüber ist alles normal. Die Eltern sind verzweifelt und völlig fertig. Warum ist das so, fragst Du dich?

Gründe für schreiendes Aufwachen beim Baby

Das Baby wacht schreiend auf kann einen normalen Auslöser haben. Verlust des Schnullers, nasse Windel, Hunger, Durst, Zahnen kann schreiendes Aufwachen beim Baby auslösen. Diese sichtbaren Anlässe können beseitigt oder verbessert werden. Das Baby wacht schreiend auf kann auch entwicklungsbedingt sein. Ab etwa dem 4. Monat erlebt es vermehrt seine Umwelt. Sie lernen sich umzudrehen, zu robben und zu krabbeln, können Bekanntes und Fremdes unterscheiden. All das wird in der Nacht bzw. im Schlaf verarbeitet. Die Kombination Entwicklungsphase mit Zahnen kann ein hysterisch weinendes Baby alle 30 Minuten zur Folge haben. Je nach Temperament kann die Phase „Baby wacht schreiend auf“ mit Unterbrechungen bis ins zweite Lebensjahr andauern. Etwas Gewohntes wie der Körperkontakt, der Geruch, die Stimme oder auch ein Fläschchen bringen die Welt des Babys wieder in Ordnung.

Was ist Nachtschreck?

Wenn schreiendes Aufwachen beim Baby und es lässt sich nicht beruhigen vermehrt auftritt, nicht nur nachts, sondern auch aus dem Mittagsschlaf, kann es sich um den sogenannten „Nachtschreck“ handeln. Was ist das, fragst Du? Der Nachtschreck (pavor nocturnus) kann bei Babys und Kindern bis zu 7 Jahren auftreten. Viele neue Erlebnisse und Eindrücke, die im Schlaf verarbeitet werden müssen, können diesen Schreck auslösen. Bei den kleineren Babys kommt noch dazu, dass das Gehirn in einer Lernphase steckt. Der Übergang der einzelnen Schlafphasen funktioniert noch nicht einwandfrei.

Im Wechsel von der ersten Schlafphase in die Tiefschlafphase erfolgt plötzlich schreiendes Aufwachen beim Baby. Der Schlafende ist aber nicht wirklich wach. Du findest dein Kind im Bettchen und es tritt und schreit. Es reagiert nicht auf dich und scheint völlig verängstigt zu sein. Der Anblick von erweiterten Pupillen in Verbindung mit starkem Schwitzen oder Gänsehaut lösen bei dir eine Panik aus. Bevor Du etwas tun kannst, ist dieser Zustand wieder beendet. Nach etwa 5 bis 15 Minuten oder manchmal auch nach 30 Minuten entspannt sich die Situation. Das Baby liegt friedlich im Bettchen und schläft einfach weiter.

Was kann ich tun?

Du solltest vor allem entspannt bleiben und das Baby in Ruhe lassen. So schwer es auch fällt, das Kind wird jede Annäherung heftig abwehren. Der Körper beruhigt und entspannt sich nach dem angegebenen Zeitraum von alleine. Das Baby nicht aufwecken, das verschlimmert das Ganze noch. Innerhalb des Bettchens sollte keine Verletzungsgefahr bestehen. Wenn der Nachtschreck mehrmals wöchentlich auftritt, den Kinderarzt informieren. Bei älteren Kindern auf keinen Fall den nächtlichen Vorfall ansprechen. Sie können sich nicht daran erinnern. Eine ruhige Atmosphäre tagsüber vor dem Mittagsschlaf oder abends vor dem Bettgehen könnte dieses Problem reduzieren.

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