Wozu dient ein nüchterner Zuckertest in der Schwangerschaft?

Wozu dient ein nuechterner Zuckertest in der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaftsdiabetes kann zu erheblichen Komplikationen bei der Geburt führen. Darüber hinaus steigt bei einer Diabetes der Schwangeren das Präeklampsie Risiko. Hierbei wird sehr viel Eiweiß mit dem Urin aus dem Körper ausgeschieden. Gleichzeitig ist der Blutdruck erhöht und es kommt zu vielen Wassereinlagerungen im Körper. Weiterhin sind die Babys von Schwangeren mit Diabetes bei der Geburt schwerer. So kann es oftmals während der Geburt zu Verzögerungen kommen, die mit Verletzungen beim Baby und bei der Mutter einhergehen. In vielen Fällen bleibt die Schulter des Babys beim Austritt am Becken der Mutter hängen. Um die Diabeteserkrankung frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können, muss ein Zuckertest in der Schwangerschaft nüchtern erfolgen.

Sollte eine Erkrankung an Diabetes vorliegen, kann mithilfe einer Ernährungsumstellung und Bewegungsübungen wirksam gegengesteuert werden. Der Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft kann erhöht sein und sollte bei Schwangeren als nüchterner Zuckertest überprüft werden. Als Ernährungsempfehlung sollten alle Lebensmittel, die Schwangere ohnehin meinden sollten, auch weiterhin tabu sein. Medikamentös wird eine Diabetes der Schwangeren nicht behandelt.

Wann wird ein Zuckertest in der Schwangerschaft nüchtern durchgeführt?

Im sechsten oder siebten Monat der Schwangerschaft empfiehlt sich bei Schwangeren ein Test als eine Art Vorsorgetest, wobei Nüchternheit beim Zuckertest nicht zwingend erforderlich ist. Zum Vortest kann die Schwangere nüchtern oder nicht nüchtern erscheinen. Mit der Testmethode wird gemessen, wie der Körper auf Traubenzucker reagiert. Die Messwerte dürfen weder erhöht noch niedrig sein. Wichtig ist, dass die Messwerte im Normal Bereich anzusiedeln sind. Ist der Blutzuckerspiegel zu hoch, müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, weil das Risiko bei der Geburt für das Kind zu hoch sind.

Sollte ein bestimmtes Risiko in der Schwangerschaft bestehen, dass sich eine Diabeteserkrankung einstellen könnte, müsste präventiv noch ein Haupttest um die 33. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Frage, nüchtern oder nicht, ist nicht in das Belieben der Schwangeren gestellt. Beim Haupttest ist die Nüchternheit beim Zuckertest unbedingt erforderlich, um exakte Messwerte während der Schwangerschaft erhalten zu können. Die Messwerte werden im Mutterpass festgehalten.

Wann muss ein Haupttest durchgeführt werden?

Sollte der Vortest ergeben, dass die Schwangere erhöhte Werte hat, wird ein erweiterter Zuckertest als Haupttest durchgeführt. Hierbei wird Blut abgenommen, das untersucht wird. Im Anschluss daran muss eine Zuckerlösung mit Glukose getrunken werden. Nach einer und dann nach weiteren zwei Stunden wird nun nochmal jeweils Blut abgenommen. Werden festgelegte Blutzuckerwerte überschritten oder erreicht, wird vom Arzt eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Oftmals kann es zu erhöhten Werten kommen, die mit einer klassischen Zuckererkrankung allerdings nicht vergleichbar sind. Die Werte haben eher einen engen Zusammenhang mit dem körperlichen Zustand der Schwangeren. Die Zuckerwerte nehmen nach der Geburt des Kindes wieder den Normal Wert ein und sind dann nicht signifikant niedrig oder hoch. Insofern besteht auch kein Anlass zur Befürchtung, dauerhaft an Diabetes erkrankt zu sein.

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