Eierstockschwangerschaft – Ursachen, Anzeichen, Verlauf, Risiken und Behandlung

Eierstockschwangerschaft – Ursachen, Anzeichen, Verlauf, Risiken und Behandlung

Offiziell handelt es sich nur bei 1 bis 2 Prozent aller Schwangerschaften hierzulande um Eierstockschwangerschaften (ESSS). Sie werden von Ärzten und im Wiki auch Ovarialgravidität genannt.Viele von ihnen enden völlig unbemerkt spontan in der Frühschwangerschaft mit einer Fehlgeburt. Es gibt jedoch auch Eileiterschwangerschaften, bei denen sich der Embryo weiter entwickelt. Wird eine Eierstockschwangerschaft zu spät erkannt, können für die Folgen für die dich lebensbedrohlich sein.

Ursachen für Eierstockschwangerschaften

Eierstockschwangerschaften können unterschiedliche Ursachen haben. Sie können durch bestimmte Verhütungsmethoden, hormonelle Fruchtbarkeitsbehandlungen, Polypen, Tumore, Endometriose, Entzündungen im Bauchraum und Eileiterentzündungen verursacht werden. Die häufigste Ursache sind Eileiterentzündungen.

Symptome für eine Eierstockschwangerschaft

Die klinischen Symptome sind vielschichtig. Sie reichen von totaler Unauffälligkeit über Schmerzen im Unterbauch, Schmierblutungen bis zum Ausbleiben der Regelblutung. Die akut einsetzenden, stechenden Schmerzen im Unterbauch werden durch Auftreibung, Dehnung oder Zerreißen des Eileiters verursacht. Falls du zusätzlich eine anhaltende Schmierblutung feststellst, verstärken sich die Anzeichen für eine ESSS. Sie sind allerdings kein Beweis, da diese Symptome auch während der Frühschwangerschaft auftreten können.

Trotzdem musst du Symptome unbedingt so früh wie möglich von deinem Gynäkologen abklären lassen. Der Verlauf der HCG Werte kann ebenfalls ein Anzeichen für eine ESSS sein. Dazu muss die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG über mehrere Tage im Blut gemessen werden. Der Nachweis dieses Hormons beim gängigen Schwangerschaftstest im Urin dagegen gibt keinen Aufschluss darüber, wo sich der Embryo eingenistet hat.

Diagnose von Eierstockschwangerschaften

Je früher eine Eierstockschwangerschaft erkannt wird, desto weniger gefährlich ist sie für dich. Allerdings ist es schwierig, eine ESSS zu einem frühen Zeitpunkt zu diagnostizieren, da bei einer Ultraschalluntersuchung nichts zu erkennen ist. dein Frauenarzt kann während einer Untersuchung ertasten, ob deine Gebärmutter kleiner als üblich bei einer Schwangerschaft ist. Zusätzliche Untersuchungen folgen.

Auch bei einer Eierstockschwangerschaft erhältst Du bei einem Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis. Dies kannst du im Wiki zu diesem Thema nachlesen. Vor allen in den ersten beiden Schwangerschaftswochen hat die Frau keine Gewissheit darüber, ob die Schwangerschaft am richtigen Platz ihren Verlauf nimmt. Ist der Transport des Follikels gestört, nistet sich der Embryo nicht wie üblich in deiner Gebärmutter, sondern im Eierstock ein.

Möglicher Verlauf einer Ovarialgravidität

Eine ESSS kann unterschiedlich verlaufen. Mögliche Verläufe sind das Zerreißen des Eileiters (Tubarruptur), ein spontaner Schwangerschaftsabbruch (Tubarabort) und das Austragen einer Ovarialgravidität. Zu einem spontanen Schwangerschaftsabbruch kommt es, wenn der Platz so eng wird, dass sich der Embryo von Eileiterschleimhaut löst und in die Bauchhöhle ausgestoßen wird. Unabhängig davon, welchen Verlauf eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter nimmt, ist eine OP oder eine Behandlung mit Medikamenten nötig.

Am falschen Ort kann eine Schwangerschaft nicht erhalten werden, eine OP ist in den meisten Fällen unvermeidbar. Bei bestehendem Kinderwunsch wird der Eierstock erhalten. Eine Therapie ausschließlich mit Medikamenten zur Vermeidung einer OP ist möglich, wenn im Bauchraum keine Blutungen auftreten. Dass sich der Embryo im Eierstock bis zur Geburt entwickelt, ist extrem selten. Sie hat in den meisten Fällen den Tod des Kindes oder der Mutter zur Folge.

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