Gebärmutterhals verstrichen

Gebaermutterhals verstrichen

Der Gebärmutterhals wird auch als Cervix bezeichnet. Darunter wird der Bereich zwischen dem Muttermund und der Gebärmutter (Uterus) verstanden. Während einer Schwangerschaft ist der untere Teil des Gebärmutterhalses nur wenige Zentimeter groß. In der Regel beträgt die Länge 25 mm. Vor der Geburt beginnt der Gebärmutterhals als Vorbereitung auf die Geburt des Kindes zu verkürzen. Hierbei wird der Gebärmutterhals verstrichen.

Wann ist der Gebärmutterhals verstrichen?

Ein Geburtsvorgang kann über viele Stunden dauern. Die Wehen entwickeln sich in drei unterschiedlichen Stufen. Sie öffnen nach und nach den Gebärmutterhals und später den Muttermund. Der Muttermund ist während der Schwangerschaft mit einem Schleimpfropf fest verschlossen. Dadurch wird vermieden, dass Bakterien und Viren eindringen können. Der Gebärmutterhals ist die komplette Schwangerschaft über fest und lang. Somit bietet er für den Uterus eine gute Basis. Durch die Wehen wird der Muttermund weich. Wenn der Muttermund 1cm offen ist, haben dementsprechend die Wehen begonnen und die Geburt beginnt. Der Gebärmutterhals ist verstrichen, wenn er weich und dehnbar ist.

Muttermund weich und GMH verstrichen

Wenn es sich um eine sehr schnelle Geburt handelt, dann ist innerhalb kürzester Zeit der Gebärmutterhals komplett verstrichen und der Muttermund weit geöffnet. In der Regel ist eine schnelle Geburt aber eher seltener. Die ersten Anzeichen für den Start einer Geburt ist, dass der Gebärmutterhals verstrichen ist und der Muttermund 1cm offen ist. Viele Frauen fragen sich in diesem Zustand: „Wie lange noch muss ich die Wehen aushalten?“ Nach weiteren Wehen wird der Muttermund fingerdurchlässig. Bei vielen Frauen kommt es zusätzlich zum Blasensprung. Hierbei geht eine größere Menge Fruchtwasser ab. Auch ein Blasensprung ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Geburt losgeht.

Gebärmutterhals komplett verstrichen

Ein Gebärmutterhals ist verstrichen, wenn sich der anfängliche Schleimpfropf löst und als Pfropf oder etwas verflüssigt als Ausfluss aus der Scheide läuft. Hierbei handelt es sich um das erste Anzeichen, dass die Geburt losgeht. In der Regel handelt es sich bei dem Ausfluss um einen weißlichen Gelee. Du solltest dich aber auch nicht erschrecken, wenn etwas Blut dabei ist. Das hat keine negative Bedeutung. Während der frühen Wehenphase öffnet sich der Muttermund 1cm und weitet sich auf 3 – 4cm aus. Viele Frauen bemerken es gar nicht, wenn der Muttermund fingerdurchlässig ist oder messen den leichten Wehen noch keine große Bedeutung zu. Wenn sich die Gebärmutter anfängt zusammen zu ziehen, dann fühlt sich das an, als wenn du deine Periode bekommst.

Viele Frauen beschreiben diesen Wehenschmerz als sehr dumpf und noch erträglich. Andere Frauen fühlen den Wehenschmerz mehr im Rücken und berichten daher von stärkeren Rückenschmerzen. Bevor viele werdende Mütter merken, dass die Wehen eingesetzt haben, ist der Muttermund bereits um mehrere Zentimeter geöffnet. Wie lange noch, bis das Kind das Licht der Welt erblickt? Erst nach und nach sind die Wehen stärker, GMH verstrichen und die Endphase der Geburt wird erreicht. Am Ende der Geburt sollten sie kräftig und regelmäßig auftreten, um das Kind auf natürlichen Wege gebären zu können.

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