Verwachsungen nach einem Kaiserschnitt

Verwachsungen nach einem Kaiserschnitt

Bei einem Kinderwunsch und der daraus resultierenden Schwangerschaft kann es auch zu Problemen vor und nach der Schwangerschaft kommen. Das können Probleme mit der Blase sein, Schmerzen im Bauch oder aber nach Jahren Verwachsungen nach einem Kaiserschnitt. Dieser Beitrag schildert speziell die Symptome bei Verwachsungen und wie man diese Verwachsungen entfernen könnte. Das soll dir keine Angst machen, sondern nur sensibilisieren.

Was sind Verwachsungen nach einem Kaiserschnitt?

Nach einem chirurgischen Eingriff wie einem Kaiserschnitt treten plötzlich Schmerzen auf.
Entstehen nach dem Kaiserschnitt Verwachsungen, sind das im Prinzip Narben, die nicht gut zusammenwachsen. Das Gewebe verbindet sich nicht richtig und kann so zu Problemen führen. Solche Verwachsungen nach dem Kaiserschnitt können das weibliche Genital (Eierstöcke oder Eileiter) betreffen. Das kann einem weiteren Kinderwunsch im Wege stehen oder auch Schmerzen beim Gechlechtsverkehr nach sich ziehen. Auch Verdauungsprobleme können eine Folge sein. Verwachsungen nach einem erfolgten Kaiserschnitt kann man nicht immer vermeiden.

Wie häufig gibt es Verwachsungen nach dem Kaiserschnitt?

Einige empirische Zahlen belegen überraschende Zahlen:
Es ist untersucht worden, dass etwa 67% der weiblichen Patienten, die einmal operiert worden sind auch Verwachsungen hatten. Da die meisten Frauen erstmals nach der Schwangerschaft operiert worden sind, ist keine Seltenheit. Ofmals treten die Symptome und Verwachsungen auf, nachdem eine OP am Bauch durchgeführt worden ist.

Verwachsungen zu entfernen ist leider nicht so einfach: denn auch eine Entfernung ist eine OP, welche neue Verwachsungen zur Folge haben kann. Solche Kaiserschnitt-Verwachsungen betreffen etwa 15 % aller Frauen zwischen 18 und 50 Jahren. Auch spätere Eingriffe werden durch Verwachsungen im Bauch, in der Gebärmutter, bei der Blase oder anderswo erschwert.

Wie kann man Kaiserschnitt – Verwachsungen vermeiden?

Eine generelle Vermeidung ist nicht möglich. Jedoch gibt es einige Verfahren, mit denen sich das Problem zumindest lindern lässt. Es gibt sogenannte Adhäsionsbarrieren. Das sind Materialien, die eingesetzt werden, um solche Verwachsungen zu vermeiden.

Diese Materialien bestehen oft aus tierischen Membranen. Diese sollen sich nach einer gewissen Zeit auflösen und müssen nicht entfernt werden. Das Verhindert die Verklebungen der Blase, der Gebärmutter oder anderen gefährdeten Stellen im Bauch. Ist das Gewebe darunter erstmal ausgeheilt, besteht die Gefahr nicht mehr. Die beste Art Verwachsungen nach dem Kaiserschnitt zu vermeiden ist eine gute chirurgische Technik. Das meint den schonenden Umgang mit dem Gewebe, also die Vermeidung von Verletzungen und die Verwendung puderfreier Handschuhe ohne Talkum. So haben die Patientinnen auch nach Jahren tendenziell weniger Probleme mit Verwachsungen.

Wie behandelt man eine Frau mit einem schon chronischen Schmerz?

Zuerst sollte die medizinische Vorgeschichte genau beleuchtet werden. Dann sollte sicherlich eine Bauchspiegelung gemacht werden. Nur so sieht man das innere des Bauches. Eine komplette Schmerzfreiheit zu erreichen kann langwierig sein. Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich mit dem Frauenarzt auseinanderzusetzen. Welche Behandlung dann wirklich in Frage kommt, kann nur er fundiert entscheiden. Manchmal wird auch eine Adhäsiolyse angeordnet. Das ist aber nicht immer die erste Wahl, denn nciht immer lassen sich Beschwerden nach Jahren so lindern. Oftmals ist auch die Konsultation eines Schmerzspezialisten sinnvoll.

Verwachsungen durch den Kaiserschnitt lassen sich leider nicht immer vorhersehen oder verhindern. Dennoch kann den betroffenen Müttern und Frauen mit einem weiteren Kinderwunsch geholfen werden.

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