Ingwer in der Stillzeit – schädlich oder erlaubt?

Ingwer in der Stillzeit – Schaedlich oder erlaubt?

Mit der Schwangerschaft gehen viele Ernährungstabus einher, an die sich Schwangere zum Wohl ihres Babys halten müssen. Doch gelten diese Einschränkungen auch während der Stillzeit und ist besonders Ingwer für stillende Mütter ebenfalls keine Option? Neben Zimt und Zitrone, stellen sich viele Frauen die Frage, ob Ingwer während der Stillzeit, wie Holunderblütentee, ohne Bedenken in Ernährung integriert werden kann.

Der Einzug des Ingwers in deutsche Küchen ist nicht mehr aufzuhalten. Er ist mit seinem scharfen Geschmack nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern hat darüber hinaus Wirkungen, die die Gesundheit fördern. Man erhält ihn in Form von Kapseln oder Ingwer Tee und er gilt als bewährtes Hausmittel, beispielsweise gegen Erkältungen. Doch schadet Ingwer dem Baby während der Stillzeit? Auf diese Frage soll im Folgenden eingegangen werden.

Ernährungstabus in der Stillzeit

Allgemein gilt für die Stillzeit, dass, mit Ausnahme des Konsums von Alkohol, jedes Nahrungsmittel beim Stillen erlaubt ist, selbst wenn von diesem bei Kleinkindern abgeraten wird, wie beispielsweise Zimt. Spezielle Diäten sind nicht notwendig, wobei Mütter während dem Stillen auf eine ausgewogenen und hochwertige Ernährung zu achten. Die Frage, ob Ingwer in der Stillzeit erlaubt ist, ist nicht unbegründet. Während der Schwangerschaft wird vom Verzehr der berühmten Knolle abgeraten, da sie eine die Durchblutung fördernde Wirkung hat und dadurch Wehen auslösen kann. So können beispielsweise Zitronen und andere Zitrusfrüchte zu einem wunden Po führen, während Knoblauch den Geschmack der Muttermilch so stark verändern kann, dass der Säugling die Brust verweigert.

Ingwer in der Stillzeit

Wie sieht es nun aus mit dem Ingwer in der Stillzeit? Im Gegensatz zur Zeit während der Schwangerschaft, raten einige Hebammen zum Verzehr von Ingwer in der Stillzeit, da er auch hier positive Auswirkungen auf den Körper hat. Nicht nur bei der Mutter, sondern besonders beim Säugling. Neben Holunderblütentee eignet sich Inger in Form von Kapseln oder Ingwer Tee ebenfalls sehr gut dazu, um Erkältungen zu kurieren, ohne auf Medikamente zurückgreifen zu müssen. Darüber hinaus haben besonders jene Säuglinge etwas vom mütterlichen Verzehr des Ingwers, die unter Blähungen leiden. Im Gegensatz zur Zitrone kann Ingwer dabei helfen, diese zu lindern und ist für stillende Mütter eine Möglichkeit, die Leiden ihres Babys auf natürliche Weise in den Griff zu bekommen. Ein weiterer positiver Aspekt, der für Ingwer während der Stillzeit spricht, ist die Förderung der Milchbildung, die durch den Ingwer ausgelöst werden kann.

Der Säugling bestimmt, was ihm schmeckt

Auch wenn der Verzehr von Ingwer positiv auf die Gesundheit von Mutter und Säugling wirkt, muss immer genau beobachtet werden, wie das Baby darauf reagiert. Wie Knoblauch, kann auch Ingwer zu einem veränderten Geschmack der Muttermilch und damit zu einer Verweigerung der Brust führen. Jedoch bestimmt der Geschmack der Muttermilch oft über die späteren Vorlieben der Kinder hinsichtlich der Ernährung und es kommt nicht selten vor, dass Kinder, die mit Ingwer in der Stillzeit in Kontakt gekommen sind, diese Nahrungsmittel später für ihr Leben gern essen.

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