Verhaltene Fehlgeburt

Untersuchung der Schilddrüsenunterfunktion bei Schwangerer

Was ist eine verhaltene Abort, missed Abortion oder verhaltene Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt ist für jede Frau ein unbeschreiblich schreckliches Ereignis. Immer geben sich die Frauen die Schuld an der Fehlgeburt. Allerdings gibt es auch medizinische Gründe, bei denen es zu einer Fehlgeburt kommt, an der die Schwangere gar keine Schuld hat. So verhält es sich beispielsweise bei einer verhaltenen Fehlgeburt. Eine verhaltene Fehlgeburt hat unterschiedliche Bezeichnungen. Alle drei Begriffe verhaltene Abort, missed Abortion oder verhaltene Fehlgeburt bezeichnen dasselbe. Es handelt sich um eine Fehlgeburt, die in der Häufigkeit selten ist. Allerdings besteht die Besonderheit darin, dass die Schwangere nicht bemerkt, dass sie eine Fehlgeburt hat. Die verhaltene Abort wird vielmehr ganz zufällig bei einer Routineuntersuchung mit dem Ultraschall vom Arzt bemerkt.

Äußere Anzeichen bei der Missed Abortion, wie bei anderen Fehlgeburten bekannt, gibt es nicht. Die schwangere Frau merkt diese Form der Fehlgeburt einfach nicht. Es kommt insbesondere nicht zu klassischen Blutungen, Krämpfen oder Schmerzen bei der Schwangeren. Bei der verhaltenen Fehlgeburt, die in der Häufigkeit selten ist, stößt der Mutterkörper das tote Embryo nicht ab, wie bei klassischen Fehlgeburten. Vielmehr verbleibt der tote Embryo ohne weitere Anzeichen in der Gebärmutter. Der Schwangeren geht es oftmals sogar besser, weil Schwangerschaftshormonpegel sinken und dadurch Brustspannungen oder Übelkeit verschwinden.

Woran wird die verhaltene Abortion vom Arzt erkannt? Welche Ursachen gibt es?

Bei der Untersuchung können keine Bewegungen des Kindes mehr festgestellt werden. Darüber hinaus existieren auch keine Herztöne mehr. Blutuntersuchungen können die erste Diagnose der verhaltenen Fehlgeburt dann bestätigen. Hiermit lässt sich das Sinken des Schwangerschaftshormons Beta-hCG nachweisen. Ein Sinken des Hormons sind Indiz und Symptome für die nicht bemerkte Fehlgeburt. Darüber hinaus wächst die Gebärmutter bei einer verhaltenen Fehlgeburt nicht mehr. Dies ist bei klassischen Kontrolluntersuchungen sichtbar und kann als Symptome festgestellt werden.

Ursachen einer verhaltenen Fehlgeburt in frühen SSW sind zumeist genetisch bedingt. Eine Panik, wann eine Blutung als Anzeichen hierfür vorliegt, ist allerdings unnötig. Es gibt hierzu keine Vorwarnungen. Diese Form von Fehlgeburt ist in der Statistik unbeeinflussbar. Und laut Statistik können Frauen auch immer noch gesunde Kinder auf die Welt bringen, wenn in einer früheren SSW vorher einmal eine verhaltene Fehlgeburtsdiagnose vorlag. Wann eine Blutung einsetzt und eine Fehlgeburt vorliegt, ist damit obsolet.

Wie wird diese Fehlgeburt behandelt?

Alle missed Abortions vor der 12. Schwangerschaftswoche werden ausgeschabt oder aber auch abgesaugt. Zuvor wird der Gebärmutterhals medikamentös erweitert. Alle Eingriffe, die nach der 12. SSW vorgenommen werden müssen, erfolgen durch eine Geburtseinleitung über eine Infusion, der eine Ausschabung folgt. Ohne eine Ausschabung ist der Eingriff nicht möglich. Immerhin muss der Mutterkuchen und der tote Embryo entfernt werden. Wird nichts unternommen und die Fehlgeburt ohne Ausschabung einfach ignoriert, kann es zu einer Blutgerinnungsstörung im Unterleib kommen, die sehr gefährlich ist.

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